Akte „locanda sudtirolese“

 

SOKO ermittelt: „Die Schleifung der faschistischen Ortsnamen hat begonnen.“

BOZEN – Das Logo der HGV-Gruppe „Südtiroler Gasthaus“, das auf einem Schild den Eingangsbereich der 25 Gastbetriebe ziert, besteht aus vier Symbolen, den beiden Schriftzügen „Südtiroler Gasthaus“, „locanda sudtirolese“ und dem HGV-Logo. Die deutschsprachige Bezeichnung symbolisiert vor allem das Traditionelle. Für die italienischsprachige Übersetzung wurde sowohl eine moderne Schrift als auch ein zeitgemäßer Ausdruck gewählt.

Es ist dem HGV und der Kooperationsgruppe „Südtiroler Gasthaus“ hoch anzurechnen, dass sie bewusst auf den faschistischen Namen „Alto Adige“ verzichtet haben. Konsequenterweise sollte aber auch im Inneren der Broschüre zur Vorstellung der Gastbetriebe der Begriff „Sudtirolo“ verwendet werden. Auch bei den Anschriften der Gastbetriebe sollte auf pseudoitalienische Ortsnamen verzichtet werden. Hier reicht der historisch gewachsene Ortsname vollkommen aus. Ein guter Gastbetrieb wird von seinen Gästen wegen guter Küche und anständigem Service geschätzt und nicht wegen erfundener Ortsnamen. Das Motto der Kooperationsgruppe „Gerichte mit Geschichte“ ist nur mit historischen Ortsnamen eine Delikatesse.

Die Arbeitsgruppe zur Ortsnamensgebung SOKO Tatort „Alto Adige“ des Südtiroler Schützenbundes hofft jedenfalls, dass der HGV auch zukünftig mit ähnlichen Projekten in dieselbe vorbildhafte Richtung hinarbeitet. So könnte in einer künftigen Ausgabe der Broschüre nicht nur in der Überschrift auf den Namen „Alto Adige“ verzichtet werden, sondern auch bei der Vorstellung der Gastronomiebetriebe selbst.

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