Amtliche Ortsnamenquellen in Tirol vor 1918

Allgemein, Namen, Quellen
TIROL – Die schriftlichen Quellen für historische Orts- und Flurnamen im noch geeinten Tirol sind äußerst zahlreich. Überschaubar sind lediglich jene Quellen, die amtlichen Ursprungs sind und in nicht kartografischer Form vorliegen. Zu diesen gehören Gemeinde- und Postlexika, Gesetzessammlungen, Volkszählungsverzeichnisse sowie insbesondere die so genannten Orts-Repertorien. Die frühesten vollständigen Verzeichnisse stammen aus dem beginnenden 19.…

Historisch mehrsprachige geografische Namen in Südtirol

Allgemein, Namen, Quellen
SÜDTIROL – Für das Gebiet des heutigen Südtirols lassen sich ca. 200 echte italienische Orts- und Flurnamen nachweisen. Das Prädikat „echt“ wird dabei jenen Namen zuerkannt, die nachweislich ante Tolomei und außerhalb der drei faschistischen Namensdekrete überliefert sind. In den meisten Fällen liegt die Überlieferung in schriftlicher Form, entweder in amtlichen oder nicht amtlichen Quellen,…

Spurensicherung in Gröden: die Bevölkerung will mitentscheiden

ST. ULRICH/URTIJËI – Zur Spurensuche der besonderen Art hatte die Schützenkompanie St. Ulrich am Freitag, den 11. April 2014 im Kongresshaus in St. Ulrich eingeladen. Der Schützenhauptmann Patrick Kostner begrüßte die Anwesenden in einer kurzen Einleitung und gab dann drei Mitgliedern der vom Südtiroler Schützenbund ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe SOKO Tatort „Alto Adige“ das Wort.…

Bletterbach hat nichts mit Blättern zu tun

Der Bletterbach der gleichnamigen Schlucht, die gerne als „Grand Canyon Südtirols“ bezeichnet wird und zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, wird im Italienischen häufig als „Rio delle Foglie“ beschrieben. In Wirklichkeit jedoch hat der Bletterbach nichts mit den Blättern zu tun. Das Hydronym (Bachname) beinhaltet ein Tiroler Verb plettern, das in etwa ‘eilig dahinfließen’ bedeutet und, wie das…

Streit um Schutzhüttennamen: Aussendung des Regionenministers Graziano Delrio auf Tageszeitung online vom 26. September

“Was die Beschilderung der Wanderwege und die Namen der alpinen Schutzhütten betrifft, haben Land und Regierung ein Abkommen geschlossen, welches die Zweisprachigkeit respektiert und das Ziel hat, eine einvernehmliche Lösung im Sinne des Zusammenlebens zu finden, mit der eine lange anhaltende Polemik endlich beendet werden kann. Bezüglich des Beschlussantrags, der die Entfernung der italienischen Trikolore…

Durnwalder-Delrio-Abkommen: Bevormundung geht in die nächste Runde

BOZEN – Das jüngst in den italienischen Medien veröffentlichte Orts- und Flurnamenverzeichnis des Durnwalder-Delrio-Abkommens veranlasst Cristian Kollmann, Toponomastikexperte und Sprecher der SOKO Tatort „Alto Adige“, zur Kritik: Das Verzeichnis entbehre jeder Logik und wissenschaftlichen Grundlage. Die so genannten „italienischen“ Namen würden jeweils rein willkürlich festgelegt, folgten nicht dem Kriterium der sprachhistorischen Authentizität und seien mitunter…

Toponomastikgesetz: Gemeinden gehen in Vorleistung

Allgemein, Namen, Tatorte
BOZEN – Vorher „Via Niedermairfeld“, „Via Furgglau“, „Gassl“, jetzt „Via Campo Niedermair“, „Via Forcolona“, „Casola“. Jüngst wurden in den Gemeinden Bruneck, Eppan und Olang diese (und in Eppan viele weitere) Flur- bzw. Ortsnamen ins Italienische „übersetzt“. Derartige Maßnahmen zeigen eines: Das Toponomastikgesetz der SVP, das jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt und in dem sich Tolomeis Handschrift…

Stürmische Zeiten: Das „Toponomastik-Gesetz” erleidet Schiffbruch und wird (fast) gerettet

BOZEN/EPPAN – Die SOKO Tatort “Alto Adige” macht darauf aufmerksam, dass nicht nur beim Wetter stürmische Zeiten angebrochen sind. Seit dem letzten Jahr, als die Nachricht von einer zufriedenstellenden Regelung der Ortsbezeichnung in Südtirol durch den Landtag wehte, wurde es immer düsterer am Kulturhorizont. “Wir leben in Zeiten einer handfesten Identitätskrise, die den Strukturwandel der…
Niedermairfeld-Weg

Landestoponomastikgesetz greift: neue Italianisierung durch Brunecker Gemeindeausschuss genehmigt

BRUNECK/BOZEN – Soeben wurde im Landtag die höchst umstrittene Toponomastikgesetzgebung durchgeboxt, nun legen bereits einige Brunecker Gemeinderäte das Tempo vor und fahren mit neuen Italianisierungen von Ortsnamen fort. Standen  sie  schon vor Monaten im Kreuzfeuer der Kritik, weil sie Kranzniederlegungen vor dem sogenannten “Kapuziner-Wastl” gutgeheißen haben, so sehen sie sich jetzt dem Vorwurf ausgesetzt, im…
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